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Die "KRR"-FAQ


Frage:

Trifft es zu, daß die USA den "Reichsregierungen" untersagt haben, Ernennungsurkunden und ähnlichen Schriftverkehr zu veröffentlichen?

Antwort:

Diese Behauptung ist bisher lediglich seitens der Neubauer-"KRR" aufgestellt worden, hier speziell durch den damaligen "Pressesprecher" Uwe Bradler.

Er berief sich dabei auf eine BK/O. Diese BK/Os sind wirkliche "Wunderwaffen", da sie normalerweise nicht leicht im Original aufzutreiben sind. Wahrscheinlich versuchen die "KRRler" deshalb immer, Vorschriften aus diesen Texten abzuleiten, obwohl eine BK/O (= Berlin Kommandantura Order) dem Namen nach ihren Geltungsbereich auf Berlin beschränkt.

Der gröbste Schnitzer der "KRRs" war die Berufung auf eine BK/O zur Begründung der angeblichen Legitimation mittels Einschreiben-Rückschein (siehe hier). Hier hätte Bradler also gewarnt sein müssen.

Er war es nicht - und deshalb kam es im September 2002 zu folgender Aussage:

"sicherlich sind uns im Moment noch immer "dank" einiger Anweisungen (z.B. BK/O (64) 4) die Hände gebunden, einige Sachen zu veröffentlichen."

(http://www.reichsforum.de/ikonboard.cgi?s=;act=ST;f=25;t=428; Screenshot)

Es tauchte also plötzlich eine neue BK/O auf (oder vielleicht sogar die BK/O schlechthin?), welche der "KRR" verbieten sollte, ihre Schriftwechsel, Ernennungsurkunden vor allem jedoch eindeutige Stellungnahmen der Alliierten zu veröffentlichen (Herr Ebel hielt sich nicht daran; er verkauft seine "Ernennungsurkunden" u.a. als Buch für 32 EUR. Siehe hier). Die Veröffentlichung der BK/O sei jedoch nicht möglich, da der Text bei "Reichstagspräsident" Samter liege und das Faxgerät der "Pressestelle" defekt sei.

Sehr nett, wenn ein "Reich" so hilfreiche "Bürger" hat wie den namens "Alex". Der veröffentlichte im für unregistrierte Nutzer nicht zugänglichen Teil des Forums (http://www.reichsforum.de/ikonboard.cgi?s=;act=ST;f=6;t=27; Screenshot) den Text der BK/O (64) 4:

"BK/O (64) 4
23. September 1964

Betrifft: Veröffentlichung von BK/Os

An den: Herrn Regiernden Bürgermeister von Berlin

1. Die Anordnung BK/O (55) 10 vom 14. Mai 1955 über die Verfahrensänderung gemäß der Erklärung über Berlin ist durch Einfügung des folgenden neuen Absatzes 4 abzuändern:

"4. Die Berliner Behörden haben dafür zu sorgen, daß von jetzt an alle ihnen von der Alliierten Kommandatura zugehenden BK/Os alsbald im Gesetz- und Verordnungsblatt für Berlin veröffentlicht werden, wenn nicht durch den Wortlaut der BK/O selbst ausdrücklich klargestellt wird, daß sie nicht zu veröffentlichen ist."

2. Die Nummern der vorliegenden Absätze 4, 5 und 6 sind entsprechend in 5, 6 und 7 umzuändern.

Für die Alliierte Kommandatura Berlin

P. M. M u l l e r
Vorsitzführender Sekretär"

Lesen Sie es sich ruhig nochmals durch. Sie werden sicher auf Anhieb erkennen, mit welcher Masche die "KRRler" hier mal wieder zu täuschen versuchten.

Zunächst fällt auf, daß diese Anordnung an den Regierenden Bürgermeister Berlins gerichtet ist - damals Willy Brandt - nicht jedoch an die "KRR".

Dann fällt auf, daß durch diese BK/O (64) lediglich eine andere BK/O (nämlich die "(55) 10" geändert werden soll.

Und wie soll diese BK/O geändert werden? Ganz einfach sinngemäß: BK/Os sind im GVBl. Berlins "alsbald" zu veröffentlichen, wenn nicht durch den Wortlaut der BK/O selbst eine Veröffentlichung verboten wird.

Fazit:

1. BK/O (64) 4 bestimmt keinesfalls, daß die "KRR" alle wichtigen Dokumente geheim halten muß, sondern ändert lediglich den Text des 4. Absatzes der BK/O (55) 10.

2. BK/O (55) 10 regelt offensichtlich in ihrem vierten Absatz die Richtlinien für die Veröffentlichung von BK/Os. Diese sollen grundsätzlich veröffentlicht werden, es sei denn, die betreffende BK/O enthält in ihrem Wortlaut den Hinweis, daß eine solche Veröffentlichung zu unterbleiben hat.

Was hat das alles jedoch damit zu tun, daß die "KRR" ihre "Ermächtigungsgrundlagen", Schriftverkehr mit den Alliierten etc. unter Berufung auf "z.B. BK/O (64) 4" nicht veröffentlichen darf?

Eigentlich nichts. Es sei denn, alles lief und läuft auf dem Wege von BK/Os ab: eine BK/O hat Herrn Ebel zum "Generalbevollmächtigten" gemacht, eine Bradler zum "Pressesprecher" etc. Dann könnte man sich darauf berufen, daß jene BK/Os ausdrücklich ihre eigene Geheimhaltung regeln. Bevor "KRRler" nun beim Lesen dieser Zeilen auf falsche Gedanken kommen: erinnert Euch, daß alles über Einschreiben-Rückschein lief, wie jeder von Euch stets behauptet hat und wie anhand diverser Einschreiben-Rückscheine auch gezeigt wurde.

Nachfolgend nun noch der Text der angeblichen BK/O (55) 10, soweit er im Forum veröffentlicht wurde:

"BK/O (55) 10
14. Mai 1955
in der Fassung
der BK/O (64) 4
vom 23. September 1964

Betrifft: Verfahrensänderung gemäß der Erklärung über Berlin vom 5. Mai 1955

An den: Herrn Regierenden Bürgermeister von Berlin
Herrn Präsidenten des Abgeordnetenhauses von Berlin
Herrn Präsidenten des Kammergerichtes von Berlin

1. Infolge des Inkrafttretens der Erklärung über Berlin vom 5. Mai 1955 betreffend die Beziehungen der Berliner Behörden zur Alliierten Kommandatura hat diese das in ihren künftigen Beziehungen zu den Berliner Behörden zu befolgende Verfahren wie nachstehend abgeändert und vereinfacht:

a) 24 Exemplare aller amtlichen Organe für die Verkündigung und Veröffentlichung von den in Berlin Anwendung findenden Gesetzen und sonstigen Rechtsvorschriften sind der Alliierten Kommandatura am Tage der Veröffentlichung zuzustellen.

b) Alle anderen Mitteilungen sind der Alliierten Kommandatura in der folgenden Anzahl von Exemplaren zu übermitteln: 24 in deutscher, 18 in englischer und 9 in französischer Sprache.

2. Das Verfahren betreffend die Einbeziehung Berlins in Verträge der Bundesrepublik Deutschland bleibt unverändert.

3. Die Berliner Behörden werden Vorkehrungen treffen, daß Bekanntmachungen, die die seitens der Alliierten Kommandatura erfolgte Aufhebung oder Außerkraftsetzung von Berliner Rechtsvorschriften wirksam machen, in der ersten folgenden Ausgabe des Berliner Gesetz- und Verordnungsblattes veröffentlicht werden.

4. Die Berliner Behörden haben dafür zu sorgen, daß von jetzt an alle ihnen von der Alliierten Kommandatura zugehenden BK/Os alsbald im Gesetz- und Verordnungsblatt für Berlin veröffentlicht werden, wenn nicht durch den Wortlaut der BK/O selbst ausdrücklich klargestellt wird, daß sie nicht zu veröffentlichen ist.

5. Alle Mitteilungen der Berliner Behörden an die Alliierte Kommandatura sind über den vorsitzführenden Verbindungsoffizier an den vorsitzführenden Sekretär zu senden.

6. BK/O (51) 18 vom 7. März 1951 wird hierdurch aufgehoben und BK/O (51) 56 vom 8. Oktober 1951 wird so abgeändert, daß in Absatz 1 c) die Worte "vorausgesetzt, daß die Alliierte Kommandatura von einem derartigen Beschluß in Kenntnis gesetzt wird und innerhalb 21 Tagen nach Erhalt dieser Mittelung keinen Einwand erhebt", gestrichen werden.

7. ...... "

Bemerkenswert ist vor allem Absatz 6. Er ändert die BK/O (51) 56... also jene ominöse BK/O, in der das Einschreiben-Rückschein-Verfahren angeblich geregelt sein soll, welche jedoch tatsächlich lediglich Fragen des Gesetzgebungsverfahrens für das Berliner Abgeordneten-Haus regelt.

Angesichts dieser BK/Os, die von dem o.g. "Reichsbürger" namens Alex veröffentlicht wurden, fragte "Reichsbürger Freie Energie":

"Täuscht mich das, oder SOLLEN ausgerechnet aufgrund der Bestimmt hier in der BK/O alle BK/Os alsbald veröffentlich werden? Und von alliiertem-deutschen Schriftverkehr, der nicht für die Öffentlichkeit bestimmt ist, ist auch nichts zu lesen.

Ich bitte um eine Erklärung."

Dies war am 20.09.2002. Muß noch ausdrücklich darauf hingewiesen werden, daß eine Erklärung bis heute nicht erfolgt ist?

Man lehnt sich sicher nicht zu weit aus dem Fenster, wenn man behauptet, daß es eine BK/O, welche der "KRR" die Geheimhaltung wichtiger Dokumente vorschreibt ebenso wenig gibt wie eine, mit der für die "KRR" ein Einschreiben-Rückschein-Verfahren vorgeschrieben wird. Diese angeblichen BK/Os sind schlicht Erfindung der "KRRler". Die "Reichsbürger" stört's nicht weiter. Warum auch? Sie haben bis zu 100 EUR gezahlt, um diesem "exklusiven" Club beizutreten und möchten sich nun nicht ihre eigene Leichtgläubigkeit vorhalten lassen; da läßt man sich nun lieber weiter für dumm verkaufen.

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Das Wesentliche:

Die hierfür als Grundlage genannte BK/O (64) 4 regelt lediglich die Änderung einer anderen BK/O. Sie richtet sich zudem ausdrücklich an den damaligen Regierenden Bürgermeister Berlins. Sie enthält zudem kein Verbot der Veröffentlichung von Schriftverkehr zwischen "KRR" und US-Behörden.

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Letzte Änderung: 17.06.2007.

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