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Die "KRR"-FAQ


Frage:

Nun mal "Butter bei die Fische": hinter den"KRRs" verbergen sich doch Nazis, nicht wahr?!



Antwort:

Diese Frage steht mit Absicht im hinteren Bereich der "FAQ", weil das "Nazi-Argument" heutzutage gerne als Grund genommen wird, mit den betreffenden Personen nicht zu diskutieren. Man sollte die "KRRler" nicht (nur) wegen ihres Standpunktes im politischen Spektrum bloßstellen, sondern wegen ihrer fehlenden "Argumente" und der bewußten Verbreitung von Unwahrheiten. Denn würgt man eine Diskussion lediglich mit der Begründung ab: "Das sind doch eh' Nazis", ist dadurch nichts gewonnen. Im Gegenteil: in der heutigen Zeit scheint "rechts sein" eine Art "Jugendkultur" zu sein. Urteilt man die "KRRler" pauschal als "rechts" oder "Nazis" ab, macht man sie unter Umständen nur noch interessanter. Und dieses Interesse haben die "Reichsideologen", wie aufgezeigt wurde, überhaupt nicht verdient.

Nachdem Sie im Rahmen der "KRR"-FAQ eine Auseinandersetzung mit den "Argumenten" der "KRRs" verfolgen konnten, soll abschließend auf die Frage nach der Gesinnung der "KRRler" eingegangen werden.

Über die "politische Orientierung" des "Reichskanzlers" Ebel kann relativ wenig gesagt werden. Ein "strammer Rechtsextremist" dürfte er allerdings eher nicht sein. In seinen "Interviews" im "Magazin 2000plus" und wird in einigen Zeitungsberichten wirkt er eher als harmloser, leicht vertrottelter alter Mann.

Wenn im alten Internetforum der Bradler-"KRR" vom "Reichtagspräsidenten" Samter und vom damaligen "Pressesprecher" behauptet wird, Ausländer hätten in der Bundesrepublik keine Grundrechte (siehe hier), dann zeigt dies jedoch bereits, wohin die Tendenz bei "KRR"-Mitgliedern geht.

Im alten Forum bei Parsimony gab es etliche mehr als fragwürdige Beiträge, die der damalige "Pressesprecher" und Verantwortliche für das Forum nicht löschte:

3406, 3405, 3377, 3238, 3237, 3236, 3199, 3188, 3185, 3076, 2581, 2607, 2618, 2579, 2272, 1835

Diese Zahlen stehen für die jeweilge Beitragsnummer. Das Setzen eines Links auf die jeweiligen Beiträge ist aufgrund der Löschung des alten Forums nicht mehr möglich, es wäre aber trotzdem unterblieben. In den Beiträgen war unter anderem die Rede davon, daß Juden anderes Blut hätten, die Gaskammern der KZs eine Erfindung seien, die Hamas doch ihren Krieg nach Deutschland verlagern und deutsche Polizisten angreifen solle, zudem wurde von "angeblicher Ausrottung der Juden durch die Nationalsozialisten" geschrieben, behauptet, Juden hätten den Zweiten Weltkrieg angezettelt und zudem (einseitig) der Opfer ausländischer Gewalttäter gedacht.

Beschwerden beim Anbieter des damaligen Forums (Parsimony) blieben sehr lange erfolglos, selbst bei Beiträgen, in denen Bradler die deutsche Kriegsschuld leugnete und stattdessen "die Juden" bezichtigte, Deutschland den Krieg erklärt zu haben (siehe dazu auch -> h-ref) und den Holocaust als "angeblichen" bezeichnete.

Auch durch die Nachfolgeforen zogen sich vergleichbare Aussagen, größtenteils von Bradler selbst getätigt, teilweise auch von registrierten Nutzer/innen. So leugnete Bradler mehrfach offen den Holocaust.

Bradler ließ in seinem Forum eindeutige Benutzernamen zu, wie z.B. "odessa88", "ostara", "|NS| Der Stürmer", "Judenhasser", "*H*J*" und "Türkenjäger". Bradler selbst behauptete, nachdem diese Namen teilweise über Monate hinweg auf der Mitgliederliste geführt wurden, er habe davon nichts mitbekommen - und das, obwohl er jeden neuen Forennutzer freischalten muß und er z.B. mit "Judenhasser" zeitgleich online gewesen ist.

Volksverhetzende Beiträge werden im Bradler-Forum von "KRR-Anhängern" entweder gar nicht oder sogar zustimmend kommentiert und vom "Forenmaster" Bradler (sofern nicht sogar selbst geschrieben) nicht gelöscht.

Nach einem Bericht des Infomationsdienstes gegen Rechtsextremismus (IDGR) vom 27.12.2003 trat Bradler zudem bei einem vom Rechtsextremisten Gerd Ittner (u.a. "Reichssachwalter") veranstalteten Heimatabend auf Manfred Roeders "Reichshof" als Hauptvortragsredner auf (-> Artikel bei redok).

In einem Beitrag vom 26.04.2002 im "Reichsforum" schrieb Bradler zum Beispiel, die Zahl der toten Juden im "Deutschen Reich" müsse nach unten korrigiert werden, wobei es sich dabei "in der Regel um an den schlechten Hygienischen Verhältnissen gestorbene Menschen handelt". Er besaß sogar die Dreistigkeit, denjenigen, welche sich auf die Fakten  (siehe z.B. -> h-ref) beriefen vorzuwerfen, sie sonderten "einen Kot ab, der seinesgleiches sucht."

Der damalige "Innenstaatssekretär", Dr. Haug, zog es vor (auf dieses Thema angesprochen), lieber zu schweigen. Die "Badische Zeitung" berichtete im März 2006, daß Haug Hitlers Herrschaft als "eine Regierung wie jede andere auch" verharmlost haben soll. Außerdem verbreitete Haug antisemitische Verschwörungstheorien ("Hennoch Kohn") und kündigte 2004 voller "Freude" seine Teilnahme am Heß-Gedenkmarsch in Wunsiedel an. Der NPD Kreisverband Köln wirbt auf seiner Internetseite für das "Reichsnachrichtenportal" sowie für den Haug'schen Internetauftritt (Screenshot).

Interessant vielleicht auch diese Information: der ehemalige Chef Bradlers, ein älterer Herr namens Neubauer, ist ein ehemaliges NPD-Mitglied. Angeblich habe er den Mitgliedsantrag jedoch nur "aus Versehen" ausgefüllt und sei nach drei Tagen wieder ausgetreten...

Ebenfalls als Rechtsextremist ist Klaus Weichhaus, selbsternannter "Journalist", bekannt. Er arbeitete anfangs eng mit Bradler zusammen, orientierte sich dann jedoch immer weiter in Richtung Horst Mahler. Seine Aussagen sind geprägt von einer anti-amerikanischen Haltung, teilweise läßt er auch seine Abneigung gegen alles erkennen, was nur den Anschein erweckt, irgendwie mit "den Juden" zusammenzuhängen. So verwundert es nicht, daß er auf seiner Internetseite offen den Holocaust leugnet und Werbung für Mahlers "Verein zur Rehabilitierung der wegen Bestreitens des Holocausts Verfolgten" (VRBHV) betreibt.

Einer der bekanntesten Volksverhetzer in Reihen der "KRRs" ist Bernhard Paul Becker (alias Paulus). Ihm wurden bereits mehrfach Internetseiten wegen volksverhetzender Inhalte gesperrt. Sein derzeitiger "unglaublicher" Internetauftritt ist wegen volksverhetzender Inhalte indiziert. Seine Schriftsätze schickt er in Kopie zumindest zeitweilig an "Reichskanzler" Ebel.

Eng mit Becker zusammen arbeitet der ehemalige Religionslehrer Karl-Wilhelm "Kawi" Schneider, der ebenfalls im Bradler-Forum schrieb (jedoch auch in anderen einschlägigen Foren vertreten ist. Schneider bezeichnet den Holocaust als "Lügengebilde" und Hitler als den "uns verheißenen Messias".

An dieser Stelle ebenfalls zu nennen ist Peter "MeMo" Schmidt, der auf den Seiten von Becker schreibt, früher mit "Kawi" Schneider Sendungen für den OKB gemacht hat und gleichfalls glühender Hitler-Verehrer ist.

Frank Wolfgang Richter, "in einem öffentlich-rechtlichen Amtsverhältnis stehender und durch die USA gewollter und genehmigter Oberpräsident des Kommissarischen Oberpräsidiums der Provinz Sachsen", war vor seiner Mitgliedschaft in der "KRR" des Herrn Ebel Mitglied der rechtsextremen DSU und DVU.
Als DSU-Mitglied wurde er 1994 zum Vorsitzender des brandenburgischen Landesverbandes gewählt, kandidierte im selben Jahr auf Listenplatz 9 für die Europawahl. Übrigens durften nach Interpretation des Vorstandes laut DSU-Satzung nur Personen deutscher Abstammung Parteimitglieder werden.
Als DVU-Mitglied kandidierte er 1999 bei der Landtagswahl in Brandenburg, wurde später Referent der DVU-Fraktion im Brandenburger Landtag.

Ein Mitbegründer des Ende Juli 2002 ins Leben gerufenen "Zentralrates der KRR", Hagen Palleske, war Gründungsmitglied der "Republikaner" (REPs) und 1985/86 deren erster Landesvorsitzender in Schleswig-Holstein.

Nach Informationen des LKA Thüringen gab es Fälle, in denen sich Besucher von "Skinhead"-Konzerten mit "Reichsausweisen" auszuweisen versuchten.

Einige Landesämter für Verfassungsschutz (so z.B. Berlin, Thüringen, Niedersachsen) beobachten nach Medienberichten die "KRRs" und stufen sie als rechtextrem ein. Das Bundesamt für Verfassungsschutz kennt zwar die "KRRs", hält sie jedoch unverständlicherweise für harmlos. So wurde in der "Freien Presse Reichenbach" vom 27.11.2003 Dirk Inger von der Pressestelle des Bundesinnenministeriums zitiert, der von einer "Kleinstgruppierung" sprach, die "hauptsächlich mit skurrilen Äußerungen und absurden Aktionen" sowie der Versendung von "Haftbefehlen gegen Feinde des Reiches" in Erscheinung trete.

Insgesamt zeigt sich also deutlich ein Zusammenhang zwischen "KRRlern" und "Nazis" bzw. Rechtsextremisten. Selbstverständlich soll damit nicht zum Ausdruck gebracht werden, daß automatisch jeder "KRRler" auch ein Rechtsextremist ist. Jedoch ist eine große Anzahl der "Führungspersönlichkeiten" eindeutig diesem Lager zuzuordnen, die eine gewisse "Vorbildfunktion" für den durchschnittlichen "Reichsbürger" haben. So stellte beispielsweise auch das Landesamt für Verfassungsschutz Brandenburg in seinem Jahresbericht 2003 ab Seite 119 "bedeutende personelle Überschneidungen" zwischen der "KRR", dem "Deutschen Kolleg", dem "Verein zur Rehabilitierung der wegen Bestreitens des Holocausts Verfolgten“ (VRBHV) und dem "Collegium Humanum" fest. Gleichwohl distanziert sich Mahler jedoch von den "KRRs", wirft diesen gar "Hochverrat" vor.

Ein großer Nachteil für die "herkömmlichen KRRs" ist sicherlich deren Berufung auf die Ermächtigung durch die USA, da Anti-Amerikanismus bei vielen Rechtsextremisten weit verbreitet ist. Uwe Bradler versuchte bereits als "Pressesprecher" bei Ebel bzw. Neubauer, diesen Nachteil auszugleichen. Wo immer es ihm möglich war, äußerte er sich abfällig über seine angeblichen Chefs.
Die "Exilregierung Deutsches Reich", zu deren Gründungsmitgliedern er zählte, macht es sich da leichter. Sie sei nicht mehr von den USA abhängig, selbst für einen Friedensvertrag werden diese nicht mehr gebraucht. Zudem finden sich im Thesenpapier dieser "Regierung" offen ausländerfeindliche Parolen (-> siehe Register). Seine systematische Holocaustleugnung machte Bradler trotz allem bisher bereits für andere Rechtsextreme interessant, wie die o.g. Einladung zur Veranstaltung Gerd Ittners belegt.

Fazit: nicht jeder "KRRler" muß auch automatisch ein "Nazi" sein. Die Zusammenhänge zwischen "KRRs" und Rechtsextremisten sind jedoch unübersehbar.

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Das Wesentliche:

Nicht jeder "KRRler" muß automatisch ein "Nazi" sein. Die Zusammenhänge zwischen "KRRs" und Rechtsextremisten sind jedoch unübersehbar.

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Letzte Änderung: 17.06.2007.

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