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Die "KRR"-FAQ


Frage:

Warum verwenden einige "Reichsregierungen" noch immer die alten, vierstelligen Postleitzahlen?



Antwort:

Auch hier hat sich der ehemalige Neubauer-"Pressesprecher" Uwe Bradler einen kleinen Fauxpas erlaubt. Dieser entwickelte sich aus einer recht harmlosen Anfragen in seinem Forum. Ein Besucher wollte wissen, warum die "KRR" einerseits behaupte, man dürfe nur 4-stellige Postleitzahlen verwenden, andererseits aber auf ihrer eigenen Informationsseite 5-stellige Zahlen verwende: http://www.reichsforum.de/ikonboard.cgi?s=;act=ST;f=10;t=142

Die erste Antwort Bradlers darauf war an und für sich schon einen Lacher wert:

"ich nehme an, Sie meinten die Frage in bezug auf die Postfachangaben auf unseren Seiten.
Hierbei ist immer eine 5-stellige Zahl anzugeben, da diese ja nicht ein Territorium, sondern einen Postfachbereich angibt. Dafür gibt es keine 4-stellige Postleitzahl. Eine 4-stellige Entsprachung ist nicht möglich. Unsere Argumentation war, daß die BRD nach 1990 nicht befugt war, das 4-stellige Postleitzahlsystem zu ändern, wo es um gebietliche Fragen geht. Rein rechtlich wohne ich also nicht in 39104 Magdeburg sondern in O-3040 Magdeburg, daher steht auch dies auf dem Ausweis.
"

Als Zwischenergebnis läßt sich festhalten: Postleitzahlen, die sich auf normale Straßenangaben beziehen, sind laut Bradler weiterhin 4-stellig anzugeben, da diese ein "Territorium", nämlich eine Straße in einer Stadt angeben. Und hier sei die Bundesrepublik nicht befugt gewesen, über "Gebietsfragen" bei der Neuordnung der PLZ zu bestimmen. Heißt also: durch die Neueinführung von 5-stelligen PLZ für Straßen seien Gebietsstrukturen durch die Bundesrepublik widerrechtlich geändert worden. Postleitzahlen, die sich auf Postfächer beziehen, seien 5-stellig anzugeben. Postfächer sind schließlich kein "Territorium", kein "Gebiet" iSd. "KRR"-Denkweise. Außerdem gebe es keine 4-stelligen PLZ für Postfächer. (Wirklich nicht? Wie war es denn vor der Einführung von 5-stelligen PLZ?)
Durch die Einführung von 5-stelligen Postleitzahlen seien ergo Gebietsstrukturen im Deutschen Reich widerrechtlich geändert worden!

Der damalige "Pressesprecher" merkte wohl selbst, daß seine Aussage nicht sonderlich logisch war. Also machte er in einem späteren Beitrag im selben Thread eine Drehung um 180 Grad... und beschränkte sich fortan auf folgende Ansicht:

"Und die Postleitzahlen, die bis 1993 galten, waren durch die Alliierten genehmigt. Die Einführung der 5-stelligen Postleitzahlen in 1993 geschah illegal und ohne unsere oder die Zustimmung der Alliierten."

Keine "Gebietsänderungen" mehr, nur noch "widerrechtliche Änderung der von den Alliierten genehmigten Postleitzahlen".

Jeder mit einem kleinen bißchen Allgemeinbildung müßte an dieser Stelle bereits schmerzerfüllt aufschreien. Trotzdem sei die Lüge Bradlers hier nochmals ausführlich erklärt.

Zum einen ist Bradler bereits nicht in der Lage gewesen, die entsprechende Fundstelle für eine solche Genehmigung nennen zu können, obwohl er doch sonst immer so schnell mit Gesetzen bei der Hand ist.

Zum anderen wurden die 4-stelligen PLZ 1962 eingeführt, am 23. März, vom damaligen Postminister Stücklen. Das war also nach 1955, dem Jahr der "Pariser Verträge"... Sie wissen schon...

Zur Geschichte der Postleitzahlen:

http://www.123sig.de/Kommunikation/Postleitzahl/postleitzahl.html

Wieder ein Märchen der "KRRs" (oder doch nur eines des selbsternannten "Ministerialdirektors" Bradler?) entlarvt.

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Das Wesentliche:

Die betreffende "KRR" behauptet, die Einführung der 5-stelligen PLZ 1995 geschah gegen den Willen der Alliierten. Dabei wird jedoch mißachtet, daß das vereinte Deutschland zu diesem Zeitpunkt längst souervän war und die Einführung der vierstelligen PLZ in (West-)Deutschland 1962 ebenfalls ohne Zustimmung der Alliierten erfolgte, die dafür auch gar nicht zuständig waren.

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Letzte Änderung: 17.06.2007.

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