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Die "KRR"-FAQ


Der "Regentreff" - alles "rechts" oder was?

Verbindungen zwischen Esoterik, Verschwörungstheorien und Rechtsextremismus

von Frank Schmidt

Der "Regentreff - Treff für Grenzwissenschaften" ist eine Veranstaltung, welche bereits seit Jahren einmal monatlich in dem angeblich beschaulichen Städtchen Regen stattfindet. Auf dieser Veranstaltung treffen sich jedenfalls "Esoteriker", "Verschwörungstheoretiker", vielleicht auch Leute, die einfach nur neugierig sind und andere mehr oder weniger sympathische Zeitgenossen.

Bereits im Herbst des Jahres 2003 wandte sich ein pensionierter Polizeibeamter namens Maxheim an die Regener Lokalpresse, wie aus einem Artikel des "Bayerwald-Boten" vom 05.09.2003 hervorgeht. Auf dem "Regentreff" am 27.09.2003 sollte ein gewisser Jo Conrad auftreten, teilte der pensionierte Beamte, der selbst Verbindungen zur Esoterik hat, mit und warnte. Nicht ausschließlich nur vor Conrad, auf dessen rechtsextreme Ausfälle im Buch "Entwirrungen" hingewiesen wurde. Nein, auch andere Themen, die im Rahmen des "Regentreffs" behandelt werden, seien "echt gefährlich", so zum Beispiel die "Neue Medizin" des angeblichen Wunderdoktors Hamer (erinneren Sie sich an das kleine Mädchen Olivia, das an Krebs erkrankte?). Der Regener Bürgermeister Fritz war informiert worden, der Stadtradt ebenfalls. Und eben die Presse in Form des "Bayerwald-Boten".

Im besagten Artikel kam ein Sektenexperte zu Wort, der von sich gab: "So ernst würde ich das nicht nehmen". Bürgermeister Fritz sah keinen Grund, selbst tätig zu werden. Er lasse sich, so hieß es, nicht vor einen "Karren spannen", schließlich gebe es sowas wie Meinungsfreiheit. Der Regener Polizeichef Völkl - vom Bürgermeister informiert - behauptete glatt, es handele sich bei den beim "Regentreff" verbreiteten Theorien um "skurrile Denkansätze", die nur dann ein Fall für's Strafrecht seien, "wenn etwa Volksverhetzung oder Betrug vorliege - und das, so Völkl, sei hier nicht der Fall".
Auch der Veranstalter des "Regentreffs", ein gewisser Oliver Gerschitz, kam in dem Artikel zu Wort und diffamierte den pensionierten Polizeibeamten mit den Worten: "Klar, den Mann kennt bei uns jeder. Das ist ein Globalisierungsfanatiker, der jeden verfolgt, der ihm nicht passt".

Ansonsten geschah in Regen offensichtlich nichts.

Etwa ein Jahr später flimmerte am 06.08.2004 im ZDF-Magazin "Aspekte" ein Bericht über die Bildschirme kulturinteressierter Zuschauer, der sich unter dem Titel "Zwischen Heil und Hitler" den Verbindungen zwischen Esoterik und Rechtsextremismus widmete. Autor des Beitrags ist Dr. Rainer Fromm. Dieser ist Politologe, Journalist, Berater der Hamburger Innenbehörde und bekannt für zahlreiche Fernsehbeiträge sowie Bücher zu den Themen "Rechtsextremismus im Internet" und Satanismus. Daß er nun über die Verbindungen von Rechtsextremismus und Sekten bzw. Esoterik berichtete (wobei der "Regentreff" nur ein Thema unter vielen war), erscheint konsequent. In diesem Bericht, der auf den Internetseiten des ZDF nachzulesen ist, heißt es zum "Regentreff" u.a.

"Regelmäßig treffen sich überall in Deutschland esoterische Verschwörungstheoretiker, auch im Städtchen Regen. Letzten Samstag waren dort knapp 200 Besucher anwesend. Von Rechtsextremismus distanziert man sich. Zumindest offiziell.

(...) 

Hier in Regen zirkuliert das neueste Werk Jan van Helsings. Ganz offen werden daneben auch Bücher bekannter Rechtsextremer vertrieben. Auch der braune UFO-Wahn wird hier vermarktet.

Und bereits am Eingang findet sich sogar Werbung für verfassungsfeindliche Bücher, die den Massenmord an Juden leugnen. Zynisch heißt es in einem Prospekt: 'Wussten Sie schon - dass die SS in den Konzentrationslagern mit teuerster High Tech versuchte, das Leben der dortigen Häftlinge zu retten?'
"

Anfang August hieß es auf der Seite des ZDF übrigens noch, beim "Regentreff" zirkulierten die indizierten "Geheimgesellschaften" von Jan van Helsing. Diese Passage ist inzwischen nicht mehr vorhanden, was einen faden Beigeschmack hinterläßt, wie im Laufe dieses Beitrags noch gezeigt wird.

Wer nun dachte, die Behörden würden sich aufgrund des ZDF-Berichts erneut dieses Falls annehmen (immerhin bestand danach jedenfalls ein Anfangsverdacht bzgl. Volksverhetzung und Verstößen gegen das Jugendschutzgesetz), sah sich getäuscht. Regens Bürgermeister Fritz erfuhr erst aus einer "vertraulichen eMail" von der "Aspekte"-Sendung. In dieser E-Mail wurde nicht nur auf die "Aspekte"-Sendung und die ZDF-Internetseite hingewiesen. Es wurde gleichzeitig angemerkt, daß auf der nächsten Veranstaltung erneut besagter Jo Conrad auftreten werde. Conrad, dessen Buch "Entwirrungen" vom Informationsdienst gegen Rechtsextremismus u.a. als "in weiten Teilen stark geschichtsrevisionistisch" und "rechtsgewirkte Paranoia" bezeichnet wurde, war in der Zwischenzeit auch der Süddeutschen Zeitung ein paar Zeilen wert gewesen. Im März 2004 hieß es dort u.a. Conrad mische "in seinen Schriften rechtsradikales und verschwörungstheoretisches Material mit den Szenarien des britischen Science-Fiction-Autors David Icke, der die Außerirdischen in Gestalt von Reptilienwesen, die sich als Menschen tarnen, mitten unter uns glaubt". Zudem stelle Conrad in "guter alter antisemitischer Tradition" die Bösewichte als "großnasige Widerlinge" dar.
Auch die Tatsache, daß Conrads bisheriger Internetprovider diesem im März den Vertrag kündigte – wohl nach massiven volksverhetzenden Ausfällen in Conrads Forum – wurde in der E-Mail erwähnt. Ebenso ein Zitat Conrads, bei dem dieser den Holocaust mit der "Brutkastengeschichte" im Irak vergleicht.

Darüber hinaus wurde auf die Internetseiten einer "kommissarischen Reichsregierung" hingewiesen. Dort wird für das Programm des "Osiris Buchversands" (OBV) geworben, der dem Veranstalter des Regentreffs gehört.

Bürgermeister Fritz hielt eine Antwort auf die E-Mail offensichtlich für unnötig. Er leitete sie stattdessen angeblich gleich an den Staatsschutz weiter. Da der Bürgermeister nicht reagierte, wurde die Lokalpresse informiert und die E-Mail an den Bürgermeister an die Lokalredaktion Regen der Passauer Neuen Presse, also den "Bayerwald-Boten", geschickt. Hier befaßte sich fortan ein Volontär mit der Angelegenheit. Obwohl in der E-Mail an den Bürgermeister sämtliche Hinweise und Quellen benannt wurden, versäumte er es, eigene, tiefergehende Recherchen über Conrad und Gerschitz anzustellen. Anders kann man kaum erklären wie es am 27. August 2004 - einen Tag vor dem "Regentreff" mit Jo Conrad - zu einem peinlichen Bericht über die erneuten Vorwürfe gegen diese Veranstaltung kam (http://www.pnp.de/lokales/news.php?id=23570; Screenshot).

Es beginnt bereits damit, daß im Zusammenhang mit der von Conrad in seinen "Entwirrungen" verwendeten rechtsextremen Literatur von einer "Ansicht des Informationsdienstes gegen Rechtsextremismus (IDGR)" geschrieben wird. Jedoch ist es keine Ansicht, sondern es ist Tatsache. Conrad gibt die Pamphlete "Geheimgesellschaften" - welche in Deutschland zeitweise der Beschlagnahme unterlagen und selbstverständlich auch jetzt noch aufgrund ihrer volksverhetzenden Inhalte strafrechtlich relevant sind - sowie weitere rechtsextreme Schriften ganz offen in einer hochtrabend als "Literatur- und Quellenverzeichnis" bezeichneten Liste am Ende seiner "Entwirrungen" an. Ein Blick des Journalisten in das besagte Buch (oder die im Internet auf einschlägigen Seiten kursierende PDF-Version) hätte hier Fakten geschaffen und nicht den Eindruck erweckt, es handele sich um die "Ansicht" eines – der breiten Leserschaft der Regener Lokalzeitung wahrscheinlich eher unbekannten – unpersönlichen Informationsdienstes.

Im weiteren Verlauf des Beitrags kommt auch Oliver Gerschitz zu Wort, der u.a. mit einem knappen "Alles Lüge!", zitiert wird. Beim "Regentreff" werden keine "rechtsextremen und verbotenen“ Bücher" verkauft, so Gerschitz.

Ebenfalls bedenklich ist die kommentar- und kritiklose Wiedergabe von Gerschitz’ "verschwörungstheoretischen" Thesen. Der Veranstalter des "Regentreffs" versteigt sich - mit den Vorwürfen des ZDF-Berichts konfrontiert - zu der Vermutung, das ZDF-Team habe "die zitierte Werbung" selbst mitgebracht.

In Sachen "kommissarischer Reichsregierung" äußert sich Gerschitz beinahe empört: "Von den Inhalten dieser Seiten kann ich mich nur distanzieren, ich lehne sie ab."

Der "Bayerwald-Bote" läßt auch dies völlig unwidersprochen, ebenso wie Gerschitz' Behauptung, man wolle ihn ungerechtfertigter Weise in "die rechte Ecke" drängen.

Der Bericht schließt mit einer kleinen Warnung in Richtung Gerschitz (sollte dieser durch das Interview nicht schon genug gewarnt gewesen sein): "Polizeichef Völkl: 'Der Staatsschutz wird die Vorwürfe eingehend prüfen.'" Herr Gerschitz dürfte also gewußt haben, daß bei dem am nächsten Tag anstehenden "Regentreff" mit speziellem Besuch zu rechnen war.

Der Bericht des "Bayerwald-Boten" stimmt deshalb nachdenklich, weil er durch zahlreiche Versäumnisse geprägt ist. So hätte bereits der Vorwurf Gerschitz', der Bericht sei möglicherweise durch Manipulation seitens des ZDF-Teams zustande gekommen, aufhorchen lassen müssen. Eine sehr beliebte These in der "rechten Verschwörungsszene" ist nämlich die angebliche jüdische Weltverschwörung. Sowohl bei van Helsing als auch bei Conrad finden sich Aussagen dahingehend, daß "die Massenmedien" in jüdischer/zionistischer Hand seien und so gezielt Desinformation betrieben werde. Dies sei den "Protokollen der Weisen von Zion" zu entnehmen, einer üblen antisemitischen Fälschung, die jedoch in Kreisen rechtsextremer Verschwörungstheoretiker nur zu gerne als echt zitiert werden. Wenn Gerschitz also öffentlich dem "Aspekte"-Team eine Manipulation unterstellt, so könnte man auf den Gedanken kommen, er greife letztlich auf die These von den "jüdisch beherrschten Massenmedien" und gezielter Desinformation zurück. Es wäre doch ein Leichtes gewesen, das ZDF und vor allem den Autor Rainer Fromm mit diesem Vorwurf zu konfrontieren. Dies ist unterblieben. Gerschitz verbreitet seine Anschuldigungen also unwidersprochen in der Lokalpresse Regens.

Ein Hinweis des Journalisten auf das Literatur- und Quellenverzeichnis in Conrads "Entwirrungen" hätte zudem Gerschitz' pauschalen Vorwurf "Alles Lüge" entkräftet und verhindert, daß er sich und Jo Conrad als "verfolgte Unschuld" darstellen kann. Denn daß Gerschitz nicht weiß, wen Conrad in seinen "Entwirrungen" - welche auch zum Programm des Osiris-Buchversands gehören - zitiert, darf kaum angenommen werden.

Doch damit nicht genug. Auch Gerschitz' angebliche Distanzierung von den Inhalten der Seiten der "kommissarischen Reichsregierung" hätte bei genauerer Recherche nicht unwidersprochen bleiben dürfen, denn es gibt durchaus Zusammenhänge zwischen dem "Regentreff" und einer dieser "Reichsregierungen".

Ein Blick in die Vergangenheit zeigt, daß sich noch im Jahr 2003 im Kopfbereich des Internetforums des "Regentreffs" ein Link zum Forum der "Reichsregierung" um Uwe Bradler fand (Screenshot). Der Link verschwand, nachdem die Regener Lokalpresse erstmals über Vorwürfe gegen den "Regentreff" berichtete. Zwar ist die Domain regentreff.de laut Denic auf den "Hofberichterstatter" des "Regentreffs", Christian Kaiser, registriert. Um jedoch im Forum schreiben zu dürfen, muß man sich über eine E-Mail-Adresse des Osiris Buchversands registrieren lassen. Auch wenn das Paßwort des ein oder anderen Nutzers geknackt wurde, ist es "obv", der dies merkt (Screenshot), was den Schluß zuläßt, daß Oliver Gerschitz zumindest ebenfalls verantwortlich für den Inhalt des Forums ist.

Am 30.12.2001 schreibt darüber hinaus ein gewisser "obv" im Forum der "Reichsregierung" des Uwe Bradler:

"Hallo zusammen,

am 26.01.2002 findet im Rahmen des Regener Treffs ein Vortrag von Heiner Gehring zum Thema "Der Flugscheiben - Mythos" statt. Weitere Infos zum Vortrag siehe Link." (Archiv; Screenshot)

Und in einem Bericht der besagten "Reichsregierung" über ein "KRR-Treffen" am 20.07.2002 heißt es:

"Der amtierende Innenminister Dr. Matthes Haug vermittelte in seinem Referat seine Erlebnisse mit den "Behörden der BRD" und wie man ohnmächtig auf seine Rechtsdarlegungen reagierte und alle Verfahren einstellte. (...) Herr Dr. Haug ist ein promovierter Physiker und betreibt ein eigenes Forschungsinstitut in Tübingen. Bekannt sind auch seine regelmäßigen Vorträge in Regen (siehe hierzu auch Regentreff-Forum)."

(Screenshot)

Dr. Haug wird auf den Seiten des "Hofberichterstatters" bisher nicht als Redner beim "Regentreff" aufgeführt. Allerdings sind dort auch lediglich Vorträge seit September 2002 verzeichnet. Daher könnte man einwenden, daß nicht gesagt sei, daß Haug in seiner Funktion als "Reichsideologe" beim "Regentreff" aufgetreten sein muß. Doch solche Zweifler dürfte zunächst ein Blick ins damalige "Psychopolitik-Forum" des der Scientology-Sekte nahestehenden "Michael Kent" stutzig machen. Denn dort lud am 19. Mai 2001 ein "obv" Kurzentschlosse zu einem Vortrag von Matthes Haug zum Thema "Kommissarische Reichsregierung" beim "Regentreff" am 26. Mai 2001 ein (Screenshot). Und ein Blick in das Archiv des "KRR"-Forums dürfte schließlich auch den letzten Zweifler überzeugen. Dort zitierte Uwe Bradler am 27. Mai 2001 einige Beiträge aus dem damals aktuellen Jo-Conrad-Forum und dem "VRIL"-Forum.

"Wer kann mir sagen, wie das Treffen in Regen war und was die KRR zu berichten hatte?", heißt es in einem Beitrag zum Beispiel (Archiv, Screenshot).

Die Antwort:

"Selten, daß so viele Leute Interesse zeigten. Der Saal war voll.
Der Vortrag ging über anderthalb Stunden. Danach gab es noch eine Fragerunde bis 23.30 Uhr.

Das Wichtigste: Die neuen Bundesländer sind am 3.10.90 nach Art. 23 GG der BRD beigetreten. Der Artikel 23 wurde aber schon vorher (im September) aufgehoben. Dem Grundgesetz fehlt zudem die örtliche Zuständigkeit. In der Präampel steht nur, daß es für das ganze Deutsche Volk gilt, aber nicht wo."

Dr. Haug verbreitete, so läßt sich diesen Beiträgen entnehmen, also im Rahmen des "Regentreffs" die verfassungsfeindlichen Thesen der "Reichsregierung" und war dort keinesfalls als "Experte in Sachen Mobilfunk", als der er auch schonmal aufzutreten pflegt.

Auch ein "obv" kommt hier zu Wort:

"Hallo an alle,

das war ja gestern echt der Hammer, neben einem sehr guten Vortrag von Matthes und seinen Mitstreitern (u.a. war auch der kom. Reichsinnenminister da, der auch Rede und Antwort stand) war fast das ganze *leichtübertreib* Vrilforum da.

Es war eine tolle Nacht (ich kam kurz vor 5 Uhr heim) und möchte mich doch noch besonders bedanken bei:

(...)

Ach ja, es waren etwas mehr als 100 Leute da, beim anschließenden "Gemütlichen Beisammensein" ging mal wieder die Post ab (Zara vergiß bitte mein Foto nicht *schonimvorausdanke*)." (Archiv; Screenshot)

Haug war, das sei an dieser Stelle zum besseren Verständnis angemerkt, zum damaligen Zeitpunkt "Innenstaatssekretär". Erst nachdem der "Innenminister", Thorsten Pieterek, "entlassen" worden war, stieg Haug zum "Minister" auf.

Und ein weiterer Gast lobt die Veranstaltung mit den Worten:

"Ja der Vortrag war wirklich 'Super' Dr. Matthes Haug hatte so viel Anträge für Ausweise zu bearbeiten, dass ich meinen Antrag auf den Reichsführerschein Herrn Torsten Pietierek geben musste - er hatte zuvor hervorragende Antworten für die ca. 100 Zuhörer zur Zufiedenheit beantwortet.

Macht weiter so, dann werden die Zweifler langsam verstummen.

Mit freundlichen Grüßen

Osiris Re der schon seit über 4 Jahre nach Regen fährt" (Archiv, Screenshot)

Selbst "Michael Kent", in dessen Forum "obv" kurz vor dem Treffen ja noch zur Veranstaltung eingeladen hatte, berichtet in seiner "Kent-Depesche" 13/2001 über einen "Regentreff" mit dem Thema "Reichsregierung" (Screenshot).

Der "Regentreff" soll also in die "rechte Ecke" gedrängt werden?!

Doch auch aktuelle Zusammenhänge gibt es zwischen "Regentreff" und "Reichsregierungen". So findet sich heutzutage im "Regentreff"-Internetforum ein Verweis mit dem Namen "Freie DM" (Screenshot).
Folgt man diesem Link, gelangt man auf eine "Freigeld"-Seite, in deren Impressum sich ein Jürgen Thomaier aus Frankfurt findet (Screenshot). Bei der Denic ist die Domain allerdings auf Jürgen Thomaier aus M. eingetragen.
Thomaier schreibt unter dem Pseudonym "Jürgen T." im "Regentreff"-Forum und kündigt sich schonmal öffentlich als Zuhörer für den "Regentreff" an.

Das Internet bietet weitere interessante Informationen zu Jürgen Thomaier – schon bald stößt man auf die Verbindung zu einer "Reichsregierung". Gemeinsam mit Ralf Thomaier betreibt Jürgen Thomaier nämlich den Verein "Neues Wirtschaftswunder". Die beiden sind dort Vorstandsmitglieder (Screenshot). Im "Nebenberuf" ist Ralf Thomaier allerdings auch "Präsident" der "Deutsches Reich AG" und steht im Zusammenhang mit der "Exilregierung Deutsches Reich" des bereits genannten Uwe Bradler.
Angeblich handelt es sich beim "Neuen Wirtschaftswunder" um einen "gemeinnützigen" Verein, der mal die Eintragung ins Vereinsregister beantragt hat, mal bereits eingetragen sein will (so auf den Mitgliedsanträgen und bei der Adressangabe), jedenfalls jedoch fleißig Spendenquittungen verteilen möchte.

Ein Blick auf die Partner des "Neuen Wirtschaftswunders" fördert mit Erwin Dennl (Screenshot) und Silvio Zimmermann (Screenshot) zwei Teilnehmer an der "Gründungsveranstaltung" der "Exilregierung" zutage.

Die Lobgesänge auf den Haug-Vortrag, Gerschitz' Kontakte zu Jürgen Thomaier, dessen Kontakte zu Vertretern der "Exilregierung" -  und dann läßt man es beim "Bayerwald-Boten" zu, daß sich Gerschitz unwidersprochen von den verfassungsfeindlichen Aktivitäten der "Reichsregierungen" distanziert? Hätte man an dieser Stelle nicht zumindest "nachbohren" müssen? Wäre es zudem nicht auch angemessen gewesen, Herrn Gerschitz danach zu fragen, wie er zu der reichlich obskuren "Freigeld"-Aktion steht, für die er im "Regentreff"-Forum Werbung macht und inwiefern Jürgen Thomaier eventuell auch den "Regentreff" zur Werbung für seine "Geschäftsidee" nutzen darf?

Wenn man beim "Bayerwald-Boten" noch ein wenig recherchiert hätte, wäre man abschließend auf die folgende Merkwürdigkeit gestoßen: der neue Provider für den Internetauftritt Jo Conrads hat seinen Firmensitz in der beschaulichen Gemeinde Markt M., in der auch die Thomaiers ansässig sind. Conrad lobte ihn bei Neueröffnung seiner Seite als einen Provider, der sicherlich nicht so schnell "einzuschüchtern" sei wie sein ehemaliger Provider (Screenshot). Zufall?

Wer nun glaubt, die Sache könne nicht mehr "getoppt" werden, der irrt.

Bei Polizeichef Völkl handelt es sich um einen äußerst dienstbeflissenen Beamten. Obwohl die Lokalpresse Herrn Gerschitz gewarnt hatte und obwohl Herr Völkl selbst der Presse gegenüber hinausposaunt hat, der Staatsschutz werde die Sache mal prüfen, ging Herr Völkl in Begleitung von Josef Herzog, "Kripo Straubing, Staatsschutz" doch tatsächlich zum "Regentreff" mit Jo Conrad. Dort sah man sich ein wenig um, in Zivil. Dies berichtete das "Bayerwald-Wochenblatt" am 01.09.2004. Hatten die Beamten allen Ernstes erwartet, nach dieser eindringlichen Vorwarnung werde man volksverhetzende Werbung finden oder Jo Conrad irgendwas Strafbares von sich geben? Oder wollte man einfach nur mal wieder richtig zünftig Essen gehen? Der Wirt beim "Regentreff" hat jedenfalls, so war im Jahre 2003 zu lesen, "in der Küche alle Hände voll zu tun", wenn der "Regentreff" tagt. Erwartungsgemäß fand sich nichts Verdächtiges. Und so wird Staatsschützer Herzog mit der Aussage zitiert: "Wir finden für die Anschuldigungen hier keinen Ansatz". Und weiter: "'Wir wissen nicht einmal genau, was den Leuten hier vorgeworfen wird.' Scheinbar gibt es zwei, drei Briefeschreiber, die den Regentreff in den rechten Dunstkreis schieben wollen, 'diese Leute müssen jetzt Farbe bekennen und konkrete Beweise liefern', so Herzog".

Sollte Staatsschützer Herzog diese Aussage tatsächlich so getätigt haben, wäre dies ein "dicker Hund". Hatte nicht im "Bayerwald-Boten" gestanden, eine E-Mail sei an die Polizei weitergeleitet worden? Dann hätte doch Herr Staatsschützer Herzog die Vorwürfe genau kennen müssen. Er hätte gewußt, daß die "konkreten Beweise" längst auf dem Tisch liegen: der Internetartikel auf den ZDF-Seiten, der TV-Bericht und letztlich die Aussage des Autors Fromm. Dieses Zitat ließe schon beinahe an eine Strafvereitelung im Amt denken, wenn sich Herr Herzog allen Ernstes solchen Beweismitteln verschließt und "Briefeschreiber" auffordert, Beweise zu liefern. Inzwischen jedenfalls kümmert sich allerdings die Staatsanwaltschaft Deggendorf um die Angelegenheit und der Polizei soll der Bericht des ZDF vorliegen.

Der Artikel aus dem "Bayerwald-Wochenblatt" enthält weitere Details. Im Zusamenhang mit dem ZDF-Bericht gebe es "juristische Auseinandersetzungen", wird der "aspekte"-Produktionsleiter Matthias Jagau zitiert. Um den "Regentreff" dürfte es dabei eigentlich nicht gehen, denn:

"'Der Bericht in 'aspekte' ist eine Riesen-Schweinerei', sagt Gerschitz dem Wochenblatt. 'Ich stehe wirklich da, wie der Ochs vorm Berg: Ich weiß nicht, was man uns vorwirft.' Ob er juristisch gegen den Journalisten Fromm vorgehen wird, weiß Gerschitz noch nicht. 'Auf jeden Fall kann man uns nichts vorwerfen, weil bei uns bisher noch nichts passiert ist.'"

Und Jo Conrad darf mal wieder tief in die Verschwörungskiste greifen: "gerade wenn man versuche, hinter die Kulissen zu blicken und geheime Zusammenhänge zu enträtseln, 'gibt es viele Interessengruppen, die versuchen, einen zu denunzieren.'", heißt es - unwidersprochen - im Wochenblatt, wodurch die anonymen "Briefeschreiber" zum einen in die Nähe irgendwelcher "Interessengruppen" gerückt und dazu noch als Denunzianten verunglimpft werden.

Auch in diesem Fall hat sich der "Journalist", ein Lothar Wandtner, wie es den Anschein hat nicht die Mühe gemacht, einmal nachzuforschen, ob denn die Herren Gerschitz und Conrad zurecht die "Unschuld vom Lande" geben. Im Gegenteil: der gesamte Bericht erweckt den Eindruck, darauf ausgerichtet zu sein, den "Regentreff" von jedem Vorwurf der Nähe zum Rechtsextremismus freizusprechen. Es beginnt bereits mit der Einleitung, nach der der ZDF-Bericht den "Regentreff" in die "rechte Ecke" gestellt habe. Nach den obigen Hinweisen jedoch ist klar, daß sich der "Regentreff" selbst in diese Ecke stellt, wenn man z.B. auf "Reichsregierungen" verweist, auf Seiten, deren Betreiber Kontakte zur "Exilregierung" hat und Vortragsredner wie Jo Conrad einlädt - um nur ein paar Beispiele zu nennen. Weitere Beispiele werden folgen.

Bleiben wir doch zunächst weiter bei diesem haarsträubenden Beitrag im "Wochenblatt". Der Autor handelt treu nach dem Motto: "Jemand ist so lange unschuldig, bis seine Schuld bewiesen ist". Das ist ehrenwert. Doch wenn er sich gleichzeitig gegen den Vorwurf einer "Augen zu"-Mentalität verwehrt, stellt man sich unwillkürlich die Frage, ob er denn wirklich daran Interesse hat, die Beweise für die "Schuld" Gerschitz' zu sehen. In einer E-Mail wirft er dem "Aspekte"-Autor Fromm vor, schlampig gearbeitet zu haben. Er hätte Gerschitz mit seinen Entdeckungen konfrontieren müssen. Dies ist sicherlich ein berechtigter Einwand und man darf sich darüber wundern, daß ein offenbar so erfahrener Journalist wie Dr. Fromm dies nicht gemacht hat. Das und der geänderte Text auf der ZDF-Homepage sorgt für den erwähnten faden Beigeschmack. Aufnahmen mit versteckter Kamera (wie im ZDF-Bericht), so Wandtner in der eMail, laden quasi zu Manipulationen ein. Damit wolle er jedoch seinem Kollegen nicht unterstellen, manipuliert zu haben. Allerdings kommt Rainer Fromm in Wandtners Artikel auch nicht zu Wort, um sich gegen die Vorwürfe, die letztlich geeignet sind, seinen Ruf als Journalist erheblich zu beschädigen, zur Wehr setzen zu können, so er dies denn wollte.

Übrigens: Wandtner hat nach eigenen Angaben "öfter" selbst Vorträge und Diskussionen beim "Regentreff" gehört. Den von Dr. Haug wird er wohl leider verpaßt haben.

Am 17. September 2004 berichtete der "Bayerwald-Bote" erneut über den "Regentreff". Hier wird nun auch endlich der Journalist Rainer Fromm zitiert. In den beim "Regentreff" kursierenden Flyern sei die "gesamte Palette des revisionistischen Gedankenguts" abgedeckt gewesen, heißt es. Ganz offen seien in den Flyern der Holocaust und die deutsche Kriegsschuld verleugnet worden. Auch eine Mitarbeiterin des bayerischen Verfasssungsschutzes kommt zu Wort. Über den "Regentreff als Institution" gebe es keine Erkenntnisse. "Uns ist aber sehr wohl bekannt, dass Rechtsextreme den Deckmantel der Esoterik für sich nutzen, um ihr Gedankengut zu verbreiten".

Ob beim "Regentreff" an dem Tag, an dem das ZDF-Team dort mit versteckter Kamera filmte, tatsächlich Straftaten begangen worden sind oder ob ein renomierter Journalist Beweise "manipuliert" hat, ermittelt - wie oben erwähnt - derzeit die Staatsanwaltschaft Deggendorf. Beschäftigen wir uns vielmehr mit der Frage, ob es weitere Anhaltspunkte dafür gibt, daß der "Regentreff" nicht von anonymen Briefeschreibern in die "rechte Ecke" gedrängt werden soll, sondern er sich dort schon längst befindet.

Werfen wir einen Blick auf die Rednerliste: Jo Conrad war bereits mehrfach "Referent" beim "Regentreff". "Reichspräsident" Dr. Haug auch. Zu den Rednern zählte weiterhin ein gewisser Thomas Mehner. Er referierte am 26. Oktober 2002 zum Thema "Geheimtechnologien des Dritten Reichs". Dabei handelt es sich u.a. um Themen, die im ZDF-Bericht als "brauner Ufo-Wahn" bezeichnet wurden. Für Mehner bestehe die SS auch heute noch (als "Das Netz"), so ist zu erfahren. Weiter verlautbart der "Hofberichterstatter" Kaiser:

"Mehner antwortete dazu, dass es sich das Dritte Reich ja als Aufgabe gemacht hat, vom Ausland unabhängig zu werden und auch ein eigenes, vom Zins losgesagtes, Wirtschaftssystem auf Prinzip einer „Arbeiterwährung“, nicht einer Goldwährung verwendete. Dies war nach Auffassung des Referenten auch mit ein Punkt zum Zustandekommen des Zweiten Weltkrieges. Churchill drohte in den dreißiger Jahren Hitler mit einem kommenden Krieg, wenn Deutschland diese Wirtschaftspolitik weiterverfolge, insbesondere auch, da bereits mehrere Länder das System zinsfreien Geldes anwandten und damit erfolgreich experimentierten."

(Screenshot)

Wen wundert es da, daß Mehner am 11. Februar 2002 der "Jungen Freiheit" als Interviewpartner diente? (Screenshot)

Ein Blick ins "Regentreff"-Forum zeigt einige aus anderen Foren bekannte Mitglieder, so z.B. einen gewissen "Silvermoon". Dieser tut sich auch im Forum des Jo Conrad hervor und zwar in letzter Zeit verstärkt mit Beiträgen zur NPD. Conrad selbst schreibt übrigens auch ab und zu bei Gerschitz im Forum.

Im oberen Bereich des Forums finden sich noch immer einige Links, dazu zählt auch einer mit dem Titel "Necromance". Auf jener Seite werden u.a. die Veranstaltungen des "Regentreffs" angekündigt. Interessant ist die neuerdings eingerichtete Rubrik "Pflichtlektüre". In der finden sich neben Werken von Hermann Hesse, Stanislav Lem, Karl Marx und Joanne K. Rowling auch Namen wie Jo Conrad, Wilhelm Landig und Jan van Helsing. Helsings volksverhetzende "Geheimgesellschaften" zählen zur "Pflichtlektüre" und zwar mit folgender Begründung:

"Gleich zum Anfang der Hinweis, der eigentlich kaum mehr nötig ist, weil eh jeder Bescheid weiß: 'Geheimgesellschaften und ihre Macht im 20. Jahrhundert' ist ganz schrecklich doll böse und deshalb auch nicht erlaubt. (...) Gefährlich ist das Buch wirklich, aber nur für die Herrschenden und das Verbot hat nur einen einzigen Grund: In diesem Buch steht viel Wahrheit.
(...)
Viel mehr will ich gar nicht dazu schreiben, nur soviel: Jeder weiß, wie er eine Suchmaschine zu bedienen hat - im Netz finden sich überall Onlineversionen oder Auktionen des in Deutschland "unkaufbaren" Buches. Egal wie, gelesen sollte man es schon haben, um mitreden zu können.
" (Screenshot)

Auch wenn die Rubrik "Pflichtlektüre" augenscheinlich erst Ende Oktober 2004 eingerichtet wurde, so ergibt sich aus einem Gästebucheintrag vom 20.03.2004, daß bereits mindestens seit März 2004 für die "Geheimgesellschaften" geworben wird (Screenshot).

Im Februar 2004 wurde im "Regentreff"-Forum "Eine kleine Lektion einfachen Staatskundeunterrichts" von Christian Joswig veröffentlicht, eine Kurzfassung seines "Manifests" (Screenshot).

Oliver Gerschitz veröffentlichte am 12.09.2004 in seinem Forum die Rede des selbsternannten "Oberrabbiners" Friedman auf einer sogenannten "Internationalen Rabbinerkonferenz", zitiert aus dem Conrad-"Freigeist"-Forum (http://www.regentreff.de/messages/30249.htm; Screenshot).

Daß diese Rede vorzugsweise in "rechten" Foren veröffentlicht wurde, liegt vielleicht daran, daß dieser Friedman den Bundestagsabgeordneten Martin Hohmann (der auf der Veranstaltung anwesend war) verteidigt. Vielleicht aber auch daran, daß es heißt: "Insbesondere in Deutschland und Österreich sind viele Tatsachen tabuisiert, und wer es wagt, sie anzusprechen, setzt sich großen Gefahren aus". Oder an der Behauptung: "Ebenso haben die Zionisten Hitler und das deutsche Volk durch Boykottaufrufe und andere politische Aktionen zu provozieren versucht, sie haben die Nürnberger Gesetze begrüßt und alles getan, den Antisemitismus weiter anzuheizen. Die Zionisten tragen daher eine wesentliche Schuld am Holocaust". Schließlich fabuliert Friedman: "Es ist unerträglich, wenn heute zur Durchsetzung bestimmter politischer Ziele die Geschichte des jüdischen Volkes und das Schicksal des Judentums unter Hitler als Waffe instrumentalisiert wird". Eine solche Aussage, die letztlich auch bedeutet, eine Strafnorm wie der § 130 StGB sei unerträglich, erntet bei einer gewissen Zielgruppe natürlich stürmischen Beifall, womit nicht behauptet werden soll, daß Herr Gerschitz die Rede deshalb in seinem Forum veröffentlicht hat, wie man überhaupt zu seinen Beweggründen selbstverständlich keine Aussage treffen kann. In der Rede finden sich darüber hinaus einige "Reichsthemen", wie die angeblich noch immer bestehende Besetzung Deutschlands, das "Problem" der sog. "Feindstaatenklausel" usw.

Kommentar des o.g. Jürgen Thomaier zu der Rede: "Dieser Friedmann ist hochinteressant, aber vorsicht .... (...) Es handele sich angeblich um einen selbsternannten Oberrabbiner, einen schlimmen, von Verfassungsorganen wegen Betruges gesuchten Verbrecher, der nur auf dieser Masche reite und von vermögenden rechten Kreisen wie den Herrn Frey, aber auch der FPÖ, gezielt zur Diffamierung des Judentums quasi über Nacht aufgebaut werde."

(http://www.regentreff.de/messages/30258.htm; Screenshot)

Nun wird es Zeit, sich die Internetseite des OBV unter osirisbuch.de einmal genauer anzusehen, der Internetpräsenz des Herrn Gerschitz (Screenshot).

Der Quelltext der Startseite ist äußerst interessant, offenbart er doch, was man beim bloßen Betrachten der Startseite zunächst nicht sieht. So sind dort einige Begriffe zum "Anfüttern" der Suchmaschinen zu finden. Dabei verzichtet der OBV nicht auf solche Begriffe wie "ss", "hitler", "heinrich himmler", "zion", "rothschild", "die protokolle der weisen von zion". Diese Begriffe werden auch sichtbar, wenn man die Eingangsseite markiert (Screenshot). Mit solchen Suchbegriffen findet man natürlich nicht nur den OBV und sie werden sicherlich auch auf anderen Internetseiten verwendet. Trotzdem geben sie einen deutlichen Hinweis auf die Zielgruppe des OBV.

Auch der "Katalog" lieferbarer Bücher des OBV ist bemerkenswert. Laut Gerschitz soll es dort ja keine "rechtsextremen" Bücher zu kaufen geben ("verbotene" gibt es, soweit erkennbar ist, tatsächlich nicht). Es fallen zum Beispiel die "Werke" des Jo Conrad auf. Dazu gibt es allerhand Verschwörungstheoretisches und auch ein gewisser Wilhelm Landig findet sich mit seinen Büchern "Götzen gegen Thule" (Screeshot) und "Wolfszeit um Thule" auf der Liste. Nach Einschätzung des Informationsdienstes gegen Rechtsextremismus (IDGR) gilt der ehemalige SS-Mann als "profiliertester Vertreter nationalsozialistischer Esoterik im deutschsprachigen Raum". Er behauptet in seinen Romanen, daß "die Nazis während des Zweiten Weltkrieges Flugscheiben und U-Boote gebaut hätten, mit deren Hilfe führende NS-Funktionäre und SS-Leute in die Antarktis und in die südamerikanischen Anden gebracht wurden, wo sie noch immer leben sollen. Die 'Eingeweihten des Ordens der Schwarzen Sonne', wie Landig die SS-Leute nannte, hätten ein unabhängiges Reich gegründet". Auf einer Internetseite war bis vor kurzem im Rahmen einer "Rezension" sogar sinngemäß zu lesen, daß es gut sei, daß Landig seine Bücher in Romanform verfasse, man hätte sie ansonsten sicher bereits verboten. Bücher von Robin de Ruiter finden sich ebenso beim Buchversand des Herrn Gerschitz, so z.B. "Die geheime Macht hinter den Zeugen Jehovas" oder "Die 13 satanischen Blutlinien" (Screenshot), in denen sich der Autor auch auf die "Protokolle der Weisen von Zion" stützt. In dem Buch "Der 11. September 2001", welches beim OBV zu bestellen ist (Screenshot), faselt de Ruiter u.a. davon, daß sämtliche "Juden und Isrealis", welche im WTC gearbeitet hätten, am 11.09. nicht zur Arbeit erschienen seien und daß die "Abwesenheit der Israelis von ihrem Arbeitsplatz am Tag der Katastrophe ihren Grund in Hinweisen des israelischen Geheimdienst Shabak hatte" der sie gewarnt habe (mehr zu de Ruiter gibt es hier und dort). Weitere Autoren, welche beim Buchversand des Herrn Gerschitz zu finden sind, sind z.B. Des Griffin (Screenshot), David Icke und Gary Allen (Screenshot) mit seinen "Insidern". Außerdem im Programm des OBV: Ausgaben der "ZeitenSchrift" (Screenshot), einer vierteljährlich erscheinenden Publikation, in der schon ganz gerne mal behauptet wird, die Erde sei hohl und im Erdinnern wohnten deutsche Nazis samt Flugscheiben.

Für den Dezember 2004 kündigte Gerschitz das Buch "Freispruch für Deutschland" von Dr. Robert Brock als Neuzugang im Programm des OBV an. Zu diesem Buch - dessen Untertitel "Prominente Ausländer widerlegen antideutsche Lügen" lautet - heißt es in der Werbung u.a.:

"Wie schon nach dem Ersten Weltkrieg war Deutschland auch nach 1945 einer Flut von Lügen ausgesetzt. Mit dieser Schrift liegt uns nun ein gründlich erarbeiteter und wissenschaftlich fundierter Überblick zur einschlägigen internationalen Literatur vor.
In diesem Buch kommen mehrere hundert Persönlichkeiten zu Wort - Historiker, Wissenschaftler, Politiker, Publizisten -, die ungerechtfertigten, gegen Deutschland und das deutsche Volk gerichteten Anschuldigungen und Behauptungen eine Absage erteilen.
" (Screenshot)

Nach Informationen von h-ref kommen in "Freispruch für Deutschland" neben durchaus seriösen Personen die üblichen Holocaustleugner wie David Irving und Paul Rassinier zu Wort. Aus sicher nachvollziehbaren Gründen wird es auch im DVU-Organ "National-Zeitung" von Gerhard Frey höchstselbst als weiterführende Literatur empfohlen (Screenshot).

Interessant ist darüber hinaus die - inzwischen nicht mehr abrufbare - Linkliste des Andromeda-Buchversands (Screenshot). Dort finden sich nicht nur Links auf eindeutig "rechte" Seiten wie die des "Kanzlerwanderers" Klaus Weichhaus, des BfeD von Norbert Steinbach, des Deutschen Kollegs, des "Adelaideinstituts" und Ernst Zündels (Screenshot). Man findet auch einen Link, der schließlich zu Büchern führt, die in Deutschland "verboten" sind. Und mittendrin befindet sich der Link zum "Regentreff". Selbst bei der NPD scheint der OBV Kunden zu haben, jedenfalls wird von den Seiten des Kreisverbandes Ostvorpommern auf ihn verwiesen (Screenshot). Nun ist bekannt, daß man in der Regel nicht beeinflussen kann, wer auf die eigene Seite verweist. Doch zeigt gerade die "Andromeda"-Linkliste recht anschaulich, in welchem Umfeld der "Regentreff" (und Seiten wie die des Jo Conrad) anzusiedeln ist und zwar ohne daß "Briefeschreiber" diesen in eine bestimmte "Ecke" drängen wollen.

Wird also nach all den hier aufgezeigten Fakten Herr Gerschitz mit seinem "Regentreff" wirklich künstlich in die "rechte Ecke" gedrängt, wie er es selbst und die Regener Lokalpresse den Leser/innen Glauben machen will? Stellt er sich nicht vielmehr selbst dort hin?

Damit genug der Hinweise auf Zusammenhänge zwischen "Regentreff" und Rechtsextremismus. Doch eine andere Verbindung des "Regentreffs" sollte nicht minder nachdenklich stimmen. So ist es möglicherweise von Interesse, daß der "Regentreff" allem Anschein nach zumindest indirekt Verbindungen zu Scientology hat. Darüber findet man weder im "Bayerwald-Boten" noch in der "Bayerwald-Wochenzeitung" eine Aussage. Dabei ließe sich dies mindestens ebenso leicht feststellen, wie die Verbindungen in die "rechte Szene". Im "Regentreff"-Forum befindet sich zum Beispiel im Kopfbereich ein Link ins "Psychopolitik"-Forum des bereits erwähnten Michael Kent alias Michael Hinz. Es würde an dieser Stelle zu weit führen, noch mehr ins Detail zu gehen. Daher sei hier auf diese Seite verwiesen, auf der Sie sich über Kent-Hinz und die Verbindungen zu Scientology informieren können.

Somit gibt es zahlreiche Anhaltspunkte, die belegen, daß man nicht falsch liegt, wenn man beim "Regentreff" eine Verbindung zur "rechten Szene" sieht. All diese Informationen sind im Internet frei zugänglich. Sowohl der Journalist des "Bayerwald-Boten" als auch der des "Bayerwald-Wochenblatts" hätten dies mit ein bißchen Recherche feststellen können. Daß man trotzdem Herrn Gerschitz unwidersprochen mit einem "Alles Lüge" zitiert, zuläßt, daß er und Jo Conrad sich als "verfolgte Unschuld" gerieren, ist nur schwer erklärbar. Möglicherweise hat man in Regen den "Regentreff" ja als Wirtschaftsfaktor erkannt. Schließlich kommen einmal pro Monat bis zu 200 Pilgergäste zu diesem "Mekka der Verschwörungstheoretiker". So heißt es denn auch im "Bayerwald-Wochenblatt" lobend: "der Regentreff ist Anziehungspunkt für Teilnehmer aus ganz Bayern, weil es eine zweite Veranstaltung dieser Art und in dieser Größe in Deutschland nicht gibt".

Man kann eigentlich nur hoffen, daß in Regen endlich einmal jemand offen gegen das scheinbar organisierte Verharmlosen vorgeht. Selbst wenn es anläßlich des "Regentreffs" Ende Juli 2004 nicht zu Straftaten gekommen sein sollte, so besteht angesichts des Umfelds, in dem sich der "Regentreff" befindet, jedenfalls die Gefahr, daß es dazu kommen könnte. Dann sollte sich in Regen allerdings niemand hinstellen und sagen: "Wir haben nichts davon gewußt!". Doch auch ohne mögliche Straftaten fragt man sich, warum die Verantwortlichen nicht einschreiten. Denn der "Regentreff" findet im "Kolpinghaus" statt. Sieht man sich die Internetseite der Kolpinghäuser an, so wird dort das von der "Bundesarbeitsgemeinschaft Katholische Jugendsozialarbeit" herausgegebene Heft "Kein Platz für dumme Sprüche - Jugendsozialarbeit gegen Fremdenfeindlichkeit und Gewalt" beworben. Zitat aus der Werbung: "Im Rahmen des Projektes XENOS geht es der Frage nach, wie präventiv gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Diskriminierung sowie rechten Tendenzen Jugendlicher entgegengewirkt werden kann" (Screenshot). Der "Regentreff" wäre eine gute Möglichkeit gewesen, zu zeigen, wie man präventiv handeln könnte. Es ist zwar schwer vorstellbar, daß eine ganze Stadt diesen "Regentreff" einfach toleriert. Sollte dies doch der Fall sein, könnte man es vielleicht - frei nach Tucholsky - mit dem Ausruf "Reisende, meidet Regen!" versuchen.

Ergänzend sei erwähnt, daß die "Regentreffler" und andere von Herrn Maxheim auf seiner - inzwischen eingestellten - Internetseite genannte Personen versuchten, Herrn Maxheim zu diskreditieren, indem sie auf seine eigene "esoterische Vergangenheit" hinwiesen. Hierbei wurde jedoch übersehen, daß Maxheims damals vertretenen Ideen zwar ähnlich merkwürdig anmuten mögen wie alles "Esoterische", er jedoch nie den Holocaust leugnete oder sich andere rechtsextreme Thesen zueigen machte.

Frank Schmidt, 17.10.2004

 

Nachträge:

1. Am 20. Oktober 2004 erschien im "Bayerwald-Wochenblatt" ein Artikel über einen Vortrag von Cathy O'Brien und Mark Phillips beim "2. Kongreß für Grenzwissen" in Regen (16.+17.10.). Autor des Beitrags ist o.g. Lothar Wandtner. Es handelt sich dabei um eine größtenteils kritiklose Wiedergabe der abstrusen (angeblich juristisch abgesicherten) Aussagen der beiden Referenten über ein angebliches "Mind-Control"-Programm der US-Regierung. Zitat: "Die amerikanische Administration habe nach dem 2. Weltkrieg damit begonnen, Adolf Hitlers Traum der totalen Weltherrschaft in die Tat umzusetzen. 'Was in meinem Land geschieht, unterscheidet sich kaum von Nazi-Deutschland', sagte Mark Phillips."

O'Brien und Phillips sind die Autoren des Buches "Trance-Formation of America", in dem O'Brien (die in der Werbung für dieses "Werk" als "geheime Top-Agentin und Sex-Sklavin im Weißen Haus" bezeichnet wird) u.a. davon "berichtet", als Kind jahrelang sexuell mißbraucht worden zu sein. Sogar (Vize-)Präsidenten der USA sollen sich daran beteiligt haben, ebenso andere hochrangige Politiker/innen. Auf das "Buch" wird u.a. von David Icke und Jo Conrad verwiesen. Bei Conrad heißt es "Cathy O'Brien beschreibt in ihrem erstaunlichen Buch "Trance-Formation of America", daß sie ihr ganzes Leben durch eine Menge bekannter Leute sexuell mißbraucht wurde. Unter ihnen waren sogar US-Präsidenten. Einer habe sich vor ihren Augen in ein Reptil verwandelt." ("Drachen und die Spitze der Pyramide"; Screenshot). Davon erwähnt Wandtner in seinem "Bericht" jedoch lieber nichts. Jedenfalls verwundert vor diesem Hintergrund Wandtners verharmlosender Bericht über den "Regentreff" nicht mehr.

2. Ende 2004 erschien ein von Oliver Gerschitz verfaßter Beitrag im "Magazin 2000plus" der - als Ebel-"Ministerin" bekannten - Ingrid Schlotterbeck ("Spezial 7/203"; "Ufos und Kornkreise"; S. 54 ff.). Der Titel: "Verschlußsache Philadelphia Experiment - Die Verbindung nach Deutschland". Unter anderem nimmt Gerschitz darin "Jan van Helsing" (alias Jan Udo Holey) in Schutz, den er "persönlich kenne" und zu dem er "ein sehr freundschaftliches Verhältnis" habe. Gerschitz behauptet, Holeys "Geheimgesellschaften" (Band I und II; Band II diente teilweise als "Vorlage" für Gerschitz' Artikel) seien zu "brisant" gewesen. Deswegen seien beide Bücher "nach Anzeigen durch eine kleine Gruppierung vom Staatsschutz beschlagnahmt" und Holey "als 'Nazi' verleumdet" worden. Eine möglicherweise doch etwas beschönigende Umschreibung der Tatsache, daß die zunächst verfügte Beschlagnahme der "Geheimgesellschaften" aufgrund ihrer größtenteils volksverhetzenden Inhalte erfolgte. Und die Klärung der Frage, wer sich hinter der "kleinen Gruppierung" verbergen mag, überläßt Gerschitz (sicherheitshalber ?) der Phantasie seiner Zielgruppe.

3. Aus einem Bericht des "Bayerwald-Boten" vom 9. Oktober 2004 geht hervor, daß der "Regentreff" nach einem Treffen u.a. zwischen Veranstalter Gerschitz, Stadtpfarrer Josef Ederer, Kolpings-Vorsitzender Heinz Degen, Bürgermeister Walter Fritz sowie dem Pächter des Kolpinghauses quasi unter einer Art "Bewährung" steht. Das von Gerschitz initiierte Treffen brachte nämlich lediglich das Ergebnis, daß man vor einer Entscheidung über die Zukunft des "Regentreffs" im Kolpinghaus die Ermittlungsergebnisse abwarten wolle. Daher verwundert es ein wenig, daß beim "Regentreff" am 29. Januar 2005 als Hauptredner Jürgen Thomaier auftreten durfte, um für seine "Freie Deutsche Mark" zu werben. Der ursprünglich angekündigte Redner hatte Herrn Gerschitz abgesagt, nachdem er sich über den Hintergrund des "Regentreffs" informiert hatte. Obwohl der "Regentreff" also quasi unter Bewährung steht, lädt Oliver Gerschitz mit Jürgen Thomaier eine Person ein, deren Verbindungen zu "Reichskreisen" unübersehbar sind?
Am 11. Januar hatte Jürgen Thomaier übrigens bereits einen Vortrag in Berlin gehalten, über den auf seiner Internetseite freie-dm.de eine "Nachlese" zu finden ist, in der er von "Akzeptanzproblemen" bei etwa einem halben Dutzend Zuhörerinnen und Zuhörern "von insgesamt 60 Teilnehmern" schreibt. Diese "Akzeptanzprobleme" beschrieb ein Besucher des Vortrags mit den Worten: "es roch (nein, es stank!) nach rechtsradikaler Esoterik".

4. Der nächste "Regentreff" Ende Juni 2005 findet nicht mehr im Kolpinghaus statt. Ob dies allerdings eine Reaktion der Kolpingfamilie auf die Vorfälle im Rahmen dieses Treffens ist, steht nicht fest. Die bisherigen Pächter des "Restaurants am Rathaus" haben dieses jedenfalls Ende März 2005 verlassen und betreiben nun an anderer Stelle einen Landgasthof. Ende Juni treffen sich die Verschwörungsgläubigen in "Regen / OT March", um einem Vortrag von Robert Spengler zu lauschen. Dieser war bereits mehrfach beim "Regentreff" zu Gast und findet beim Publikum großen Anklang. Kein Wunder, behandelt er doch die einschlägigen Verschwörungsthemen und greift auf zweifelhafte Quellen wie den der Scientology-Sekte nahestehenden "Michael Kent" zurück (Screenshot). Der "Hofberichterstatter" des Treffs "entschärfte" einen Bericht über den Vortrag Spenglers im Februar 2004 sogar, solch "heiße Sachen" verbreite der Referent. Im Dezember 2004 referierte Spengler u.a kurz über "Adolf Hitler [der] nachweislich von der Hochfinanz und die Wallstreet finanziert" worden sei und erweckte den Eindruck, als wolle er die Schuld Deutschlands am Ausbruch des 2. Weltkrieges leugnen bzw. als sei Deutschland bewußt in diesen Krieg getrieben worden (Screenshot).

5. Am 28. März 2006 berichtete Lothar Wandtner im "Bayerwald Wochenblatt" über das 10-jährige Jubiläum des "Regentreffs". Bereits die Überschrift "Wächter der Verschwörung" läßt den Tenor des Berichts erahnen. Auch in diesem Beitrag wird der "Regentreff" gegen jeden Verdacht des Rechtsextremismus verteidigt. So heißt es

"Das alles eskalierte vor etwas über einem Jahr, als die Regentreffler als Rechtsextremisten diffamiert wurden. Ein großer ZDF-Bericht sorgte für Wirbel, der Staatsschutz ermittelte in Regen und Oliver Gerschitz hatte alle Hände voll zu tun, alle Vorwürfe wieder zu entkräften. Das ist gelungen, doch: "Über uns wurden so viele Lügen verbreitet, die uns wirklich geschadet haben. Aber es gab nie eine Entschuldigung, das stört uns."" (Screenshot).

Die Frage, ob über den "Regentreff" tatsächlich Lügen verbreitet wurden, werden Sie nach dem Studium dieses Artikels sicherlich selbst beantworten können. Nach der "KRR"-FAQ inzwischen vorliegenden Informationen hat die Staatsanwaltschaft Deggendorf das in Sachen "Regentreff" geführte Ermittlungsverfahren jedenfalls tatsächlich bereits Anfang Juli 2005 gemäß § 170 Abs. 2 StPO eingestellt. Die Umstände dieser Einstellung geben jedoch - wie der gesamte Vorgang rund um den "Aspekte"-Bericht - zu denken. Denn die Frage, ob die beim "Regentreff" verteilten Flyer strafrechtlich relevant waren, wurde von der Staatsanwaltschaft Deggendorf überhaupt nicht beantwortet. Man beschränkte sich vielmehr darauf, die strafrechtliche Verantwortlichkeit Oliver Gerschitz' zu prüfen. Diesem sei keine Verantwortung für deren Auslegung anzulasten. Es könne "mit der für die Anklageerhebung notwendigen Wahrscheinlichkeit nicht hinreichend belegt werden, er [Gerschitz] hätte positive Kenntnis von eventuellen rechtslastigen Flyern im Eingangsbereich gehabt oder die Auslegung (...) geduldet", heißt es seitens der Staatsanwaltschaft Deggendorf. Und während der Journalist Dr. Rainer Fromm nach Angaben der Deggendorfer Staatsanwaltschaft zwar zu den beim "Regentreff" angebotenen Büchern befragt wurde, scheint eine Befragung hinsichtlich der Flyer unterblieben zu sein. Flyer, über die Dr. Fromm jedenfalls nach dem o.g. Bericht des "Bayerwald-Boten" vom 17. September 2004 sagte, in ihnen sei "der Holocaust und die deutsche Kriegsschuld verleugnet worden". Hinzu kommt, daß sich die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Deggendorf ausschließlich gegen Oliver Gerschitz als für den "Regentreff" Verantwortlichen richteten. Es wurde augenscheinlich überhaupt nicht geprüft, wer die Flyer hergestellt oder ausgelegt hatte. Als die Staatsanwaltschaft Deggendorf Oliver Gerschitz keinen hinreichenden Tatverdacht nachweisen konnte, stellte sie die Ermittlungen ein, ohne weitere Prüfungen vorzunehmen.

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Letzte Änderung: 26.01.2008.

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